Manfred Rothlehner im Interview mit Lectura press

Originalartikel von lectura press (06.09.2019)

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Manfred Rothlehner mit einem DL22N vor der Produktionsstätte in Massing

• Was sind die Kernkompetenzen der Rothlehner-Unternehmensgruppe?

Als Handels- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich Arbeitsbühnen sind wir in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und der Slowakei mit eigenen Unternehmen vertreten sowie in den südöstlichen EU-Ländern mit Vertrieb und Service aktiv.
Das Produktprogramm umfasst alle gängigen Kategorien von Arbeitsbühnen.
Unsere wesentlichen Kompetenzen bestehen in einer soliden Bedarfsanalyse, in der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produkte und einer umfassenden und langfristigen Betreuung, sowie einem zuverlässigen Service. Alles aus einer Hand.

Man muss die Leistungen von „Rothlehner“ als Unternehmens-Gruppe mit sieben einzelnen Firmen sehen. Unsere Stärken resultieren nicht zuletzt aus dem langjährigen Know-How unserer Auslands-Töchter und der über Jahrzehnte gewachsenen Service-Sparte, welche in Ihrer Form wohl einzigartig ist.

Kurz zur Historie:
1976 bin ich mit Gebrauchtgeräten in die Arbeitsbühnen-Branche gestartet. Viele Dienstleistungen bis zu 45m Arbeitshöhe haben wir z.B. mit LKW-Drehleitern meist selbst ausgeführt. So wurden wertvolle Praxiserfahrungen im Handwerk, Baumdienst und in der Arbeitsbühnen-Vermietung gesammelt.

Anfang der 80er Jahre wuchs die Anzahl der DENKA•LIFTE in der Mietflotte und 1988 haben wir für diese Marke den Generalvertrieb in Deutschland übernommen. Ab 1991 wurde der Fokus bereits ausschließlich auf den Handel und den Kundendienst gelegt. Die Vermietung hat damals bereits mein Bruder übernommen und unter “Rothlehner Konrad – Liftverleih“ unabhängig weiterentwickelt.

Nach dem Mauerfall begann eine spannende Pionierarbeit in den neuen Bundesländern. Zeitgleich habe ich ab Anfang der 90er Jahre Tochterfirmen in Österreich und im östlich benachbarten Ausland gegründet. Auch die Ursprünge des Service-Unternehmens Lift-Manager stammen aus dieser Zeit. Dieses wurde 1991 gemeinsam mit Roland Jäkel als “Roland Jäkel GmbH“ gegründet und stellte zunächst den Service für die von Rothlehner in den neuen Bundesländern verkauften Geräte sicher.
2001 erfolgte die Service-Verschmelzung von Rothlehner in den alten Bundesländern mit den Servicestrukturen im Osten des Landes sowie die Umbenennung in “Lift-Manager GmbH“.
Heute beschäftigt Lift-Manager rund 80 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte davon Techniker mit unterschiedlicher Schwerpunkt-Ausbildung für verschiedene Marken.
Mit Lift-Manager steht unseren Kunden in Deutschland ein flächendeckendes Werkstattnetz, über 20 mobile Einsatzfahrzeuge, Ersatzteilversorgung für verschiedene Marken u.v.m. zur Verfügung.

Anfang der 2000er nahmen wir neue Produktlinien ins Programm, allen voran die LKW-Aufbauten von GSR, von denen wir bisher rund 1.200 Stück in die Märkte brachten und betreuen.

 

• Wie kam es, dass Sie seit 2013 die DENKA-LIFT Modelle selbst produzieren?

Nach über 30 Jahren enger Zusammenarbeit mit DENKA•LIFT übernahmen wir im Juni 2013 die Produktion dieser Geräte. Nicht zuletzt durch den häufigen Wechsel von Eigentümern, Investoren und Geschäftsführern kam es bei dem dänischen Hersteller zu erheblichen Turbulenzen.
Für uns war es die Chance, die Rechte und Teile zu übernehmen und diese renommierte Marke DENKA•LIFT zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Seit 1988 haben wir über 3.000 neue DENKA•LIFTe verkauft und sind in der Lage, auch die Kunden mit Geräten alter Baujahre noch ordentlich zu betreuen und zuverlässig Ersatzteile zu liefern.
Unseren weltweiten Kunden bieten wir auch weiterhin neue Produkte, Ersatzteile und technischen Support. Auch wenn sich ein erheblicher Teil des Anhänger-Segmentes auf 3,5to LKW-Bühnen und Raupenbühnen verlagert hat, sehen wir den Markt für unsere DENKA-Produkte als stabile Nische und stellen sogar eine gewisse Rückbesinnung zu diesem Gerätekonzept fest.

Verschiedenste Handwerker-Branchen und Endanwender-Bereiche decken mit Anhängerbühnen immer noch den weitaus größten Teil der Aufgabenstellungen optimal ab. Viele Kunden sehen die DENKA-LIFTE immer noch als flexible Allround-Geräte, einfach zu bedienen, stabil und zuverlässig sowie ein hoher Werterhalt.

Technische Neuerungen wie eine neue Steuerung, moderne Ladetechnik, eine Auto-Nivellierung und eine Reihe von nützlichen Sonderausstattungen wurden über die letzten Jahre implementiert.
Lift-Manager kommt dabei die Aufgabe der internationalen Ersatzteilversorgung und des technischen Supports zu.

 

• Der DENKA-LIFT DL22N gehört zu den „schmalen Spezialgeräten“.
Um was für eine Arbeitsbühne handelt es sich hierbei?

Das Konzept des DENKA-LIFT Narrow hat Rothlehner in den 90er Jahren in Zusammenarbeit mit DENKA-LIFT federführend mitentwickelt. Es handelt sich dabei um schmale Selbstfahr-Arbeitsbühnen mit geringem Bodenbelastung und minimalen Abmaßen. Mit einer Durchfahrthöhe von unter 2m und einer minimalen Breite von 0,89m passen die Geräte durch alle Standard-Türen. Die Stabilität und Langlebigkeit der DENKA-Modelle haben alle Narrow-Versionen mit 19m, 22m, 25m, und 28m gemeinsam, die auch aus dem DENKA-Baukastensystem entspringen.

Die batteriebetriebenen, leichten Geräte können variabel abgestützt werden und so bei sehr beengten Platzverhältnissen aufgebaut werden. Vor allem bei besonderen Einsätzen im Innenbereich in Atrien, Einkaufszentren, Flughäfen oder Kirchen spielt der Narrow seine Vorteile aus: Geringe Bodenbelastung, geringe Durchfahrtsbreite, variable Abstützung und eine hohe seitliche Reichweite.